Chikungunya

21.09.2025

Rote-Hand-Brief zu Ixchiq®

Der Zulassungsinhaber des Chikungunya-Impfstoffs Ixchiq möchte Sie in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (Paul-Ehrlich-Institut) über Folgendes informieren:

  • Die vorübergehende Kontraindikation für Erwachsene ab 65 Jahren wurde aufgehoben. Unabhängig vom Alter sollte Ixchiq nur bei erheblichem Risiko einer Chikungunya-Infektion und nach sorgfältiger, individueller Nutzen-Risiko Abwägung verabreicht werden.
  • Insbesondere bei Personen ab 65 Jahren und bei Personen mit Begleiterkrankungen wurden schwerwiegende Nebenwirkungen beobachtet, unter anderem auch Chikungunya-ähnliche Nebenwirkungen. Diese gingen mit einer Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustands, einer Verschlimmerung chronischer Erkrankungen sowie mit kardialen und neurologischen Ereignissen einher, die zu Krankenhausaufenthalten und in einigen wenigen Fällen zum Tod führten.
  • Nach der Verabreichung von Ixchiq wurden Fälle von Enzephalitis gemeldet, darunter auch ein Fall mit tödlichem Ausgang. Geimpfte Personen sollten angewiesen werden, bei Symptomen einer Enzephalitis umgehend ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Angehörige der Gesundheitsberufe werden darauf hingewiesen, dass Ixchiq:

  • kontraindiziert ist bei Personen mit Immunschwäche oder Immunsuppression infolge einer Erkrankung oder medikamentösen Behandlung unabhängig vom Alter.
  • nicht gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden sollte; aktuell stehen keine Daten zur Sicherheit und Immunogenität bei gleichzeitiger Gabe mit anderen Impfstoffen zur Verfügung.

Ixchiq enthält lebendes, abgeschwächtes Chikungunya-Virus (CHIKV) des Stamms Δ5nsP3 und ist für die aktive Immunisierung zur Vorbeugung einer durch das CHIKV verursachten Erkrankung bei Personen ab 12 Jahren zugelassen.



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