Antibiotika
23. Januar 2026
Trends in Deutschland 2010 – 2024
Die Untersuchung erfolgte anhand der
ambulanten
Arzneiverordnungsdaten aller gesetzlichen Krankenkassen. Nach
kontinuierlichen
Rückgängen der Verordnungsraten bis 2019 und starker
pandemiebedingter
Reduktionen vermutlich hauptsächlich aufgrund einer reduzierten
Zirkulation
respiratorischer Erreger zeigte sich 2024 ein gegenüber 2019
marginal erhöhtes
ambulantes Verordnungsniveau (+3 %). Deutschland folgt angesichts
starker
Reduktionen des Antibiotikagebrauchs in 2020/2021 sowie einem
Wiederanstieg in
den Folgejahren dem europäischen Trend, weist aber auch in
2023/2024 einen
relativ geringen Gesamtverbrauch auf. Im Jahr 2023 wurden in 23
Ländern höhere
und in vier Ländern geringere ambulante Verordnungsmengen
beobachtet.
Die Wirkstoffgruppen Basispenicilline,
Cephalosporine
und Makrolide/Lincosamide zeigten die höchsten Verordnungsraten
und folgten im
Trendmuster näherungsweise der Gesamtverordnungsrate. Positiv
hervorzuheben ist
die stark rückläufige Verordnungsrate von Fluorchinolonen. Trotz
eines
Bedeutungszuwachses der Basispenicilline, ist der Anteil dieser
Wirkstoffe in
Deutschland verglichen mit skandinavischen Ländern gering und
verweist damit
weiterhin auf Einsparungspotenziale von Antibiotika mit breiterem
Wirkspektrum.
Fazit: Deutschland ist auf einem guten
Weg, aber insbesondere
Basispenicilline werden noch zu selten eingesetzt.
Holstiege J, Tillmann R, Meyer Sauteur PM, Hartmann M, Klimke K,
Akmatov MK,
Kohring C, Müller D, Below M:
Age-specific trends in the
prescription of
systemic antibiotics, 2010–2024.
Dtsch Arztebl Int 2026; 123:
5 DOI: 10.3238/arztebl.m2025.0146
European Centre for Disease Prevention and Control. Antimicrobial
consumption in the EU/EEA (ESAC-Net) – Annual Epidemiological
Report 2023.
Stockholm: ECDC; 2024. Stockholm, November 2024.
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