Andmore
08.02.2026
Machiavelli im Management
Wer hinterlistig, berechnend und ohne Rücksicht auf Moral, Recht
und Ethik
sein Streben nach Macht und Geld verfolgt, gilt in der Psychologie
als
machiavellistisch.Eine Studie der Universität Trier zeigt, dass machiavellistische
Persönlichkeitszüge die Wahrscheinlichkeit erhöhen, in eine
Managementposition
zu kommen. Machiavellisten haben eine 31 Prozent
höhere
Wahrscheinlichkeit, in eine Managementposition aufzusteigen, als
Menschen ohne
diese Eigenschaften. „Beförderungen basieren oft nicht nur auf
produktiver
Leistung, sondern sind ein Wettbewerb unter Kollegen. Sabotage
oder die
Verweigerung von Kooperation können die eigenen Chancen also
verbessern“,
erklärt Studienautor Prof. Dr. Uwe Jirjahn die Gründe, warum
Machiavellisten
häufiger die Karriereleiter hochsteigen.
Das bedeutet nicht, dass ein schlechter Charakter automatisch die
beruflichen
Aussichten verbessert. Auch lässt sich nicht schlussfolgern, dass
Manager
mehrheitlich machiavellistisch sind. Faktoren wie
Extrovertiertheit, Bildung
und Geschlecht spielen auch eine Rolle. Dennoch ist es
erstaunlich, wie stark
verbreitet dieser Menschenschlag in allen Leveln des Managements
ist. „Der
Machiavellismus-Score bei Managern ist 14,5 Prozent größer als bei
Nicht-Managern“, veranschaulicht Jirjahn. „Dabei können wir
ausschließen, dass
es der Posten ist, der die Menschen erst machiavellistisch werden
lässt.“
Fazit: Keine wirkliche Überraschung, aber jetzt
ist es
wissenschaftlich belegt.
Baktash, M. B., & Jirjahn, U. (2025).
Are
Managers More
Machiavellian Than Other Employees?
ILR Review, 0(0). https://doi.org/10.1177/00197939251403986
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