Die Rückkehr von Aids verhindern
„Gemeinsam. Gerade jetzt.“ – Diesen Titel trägt die Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2025. Angesichts der dramatischen Verschärfung der HIV- und Aids-Pandemie zeigt sie die Menschen, um deren Leben es geht, und fordert zum entschlossenen Handeln auf. Getragen wird die Kampagne vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) und der Deutschen Aidshilfe (DAH).
Die Situation ist alarmierend: Nach drastischen Kürzungen, vor allem durch die USA, aber auch durch andere Länder, könnten bald Millionen Menschen weltweit ihre HIV-Therapie verlieren. Prävention, Beratungs- und Testangebote drohen zu verschwinden. Zugleich nimmt Diskriminierung von Menschen mit HIV und den besonders stark davon betroffenen Gruppen wieder zu – auch in Deutschland.
Damit
alle verstehen, welche Gefahr hier droht, zeigt die Kampagne die
Menschen, um die es geht. Und sie regt an, gemeinsam zu handeln.
© DAH - Welt-Aids-Tags-Kampagne
Menschen, um die es geht
„Stell dir vor, eine Pandemie bedroht die Welt und die Welt schaut weg“, steht daher auf einem der fünf Kampagnenplakate. Die anderen regen dazu an, sich in die Lage derer zu versetzen, deren Versorgung in Gefahr ist oder die unter Diskriminierung leiden. Ein Motiv thematisiert dabei auch Diskriminierung in Deutschland: „Stell dir vor, dein Zahnarzt hat Angst vor dir“, fordert uns Max aus Berlin auf.
In Interviews erzählen zudem Vine aus Berlin und Lillian aus Saarbrücken über die Situation in ihren Herkunftsländern. Vine hat in Kambodscha ihren Mann und ihren Sohn an Aids verloren und dann eine Hilfsorganisation aufgebaut – der nun das Geld entzogen wird. Lillian floh aus Uganda nach Deutschland und wurde im letzten Moment durch HIV-Medikamente gerettet. Sie weiß: Andere werden es nun nicht schaffen.
Solidarität bleibt zentral
Anlässlich
der besonderen Situation kehren wir zurück zum ursprünglichen
Anliegen des Welt-Aids-Tages: der
Solidarität mit
HIV-positiven Menschen weltweit. Dieser Welt-Aids-Tag ist etwas
Besonderes: Es geht wieder um alles: um Aids, um die ganze Welt. Wir
können nicht zulassen, dass Aids in großem Ausmaß zurückkehrt!
Über Jahrzehnte aufgebaute Versorgungsstrukturen müssen erhalten
bleiben. Auch in Deutschland sind Prävention, Beratung und
Testangebote zunehmend gefährdet. Zugleich nehmen Diskriminierung
und Stigma wieder zu. Das ist eine fatale Entwicklung. Einer Welt, in
der Spaltung und Ausgrenzung zunehmen, rufen wir zu: „Gemeinsam.
Gerade jetzt.“









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