Influenza

19.04.2026

Bei Winter-Todesfällen häufig übersehen

Im Rahmen einer bevölkerungsbasierten Studie wurden in Spanien 857 Verstorbene über vier Grippesaisons hinweg unabhängig von der offiziellen Todesursache Spanien auf Influenza und andere Viren getestet. In 11 % der Fälle war Influenza im postmortalen Abstrich nachweisbar. Von den 94 Personen mit postmortal nachgewiesenen Influenzavirus waren nur 41,5 % zuvor hospitalisiert und lediglich 17 % erhielten innerhalb von 30 Tagen vor dem Tod eine bestätigte Influenzadiagnose. Influenza wurde nur bei 1,4 % der Todesfälle im Studienkollektiv als Ursache auf dem Totenschein angegeben, was auf eine deutliche Diskrepanz zwischen tatsächlichem Nachweis und offizieller Statistik hinweist. Die Ergebnisse deuten darauf hin, so die Autoren,  dass Influenza einen größeren Einfluss auf die Wintersterblichkeit hat, als bisher angenommen.

Auch andere Atemwegsviren wurden in den Todesfällen häufig festgestellt: Bei über einem Drittel (36,4 %) wurde mindestens ein Virus detektiert – darunter Rhinovirus (11,4 %), Coronavirus (7,1 %) und RSV (6,9 %). Die Gesamtprävalenz blieb über alle vier untersuchten Saisons konstant hoch und war besonders ausgeprägt bei Bewohnern von Pflegeeinrichtungen, selbst in Einrichtungen mit hoher Impfquote. 



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