Antimikrobielle Resistenz
28. August 2026
Bakterien können auch gegen Asobiotika
resistent werden
Eine neue Klasse programmierbarer
Antibiotika,
die sogenannten Antisense-Antibiotika oder Asobiotika, können
zur Behandlung
bakterieller Infektionen eingesetzt werden, wenn klassische
Antibiotika
versagen. Ein Forscherteam hat nun untersucht, wie sich
Bakterien an Asobiotika
anpassen.
Asobiotika basieren auf kurzen Sequenzen von
Antisense-Oligonukleotiden, die essenzielle bakterielle Gene
selektiv
blockieren. Da ihre Sequenz schnell neu gestaltet werden kann,
bieten sie das
Potenzial, mit der Evolution antibiotikaresistenter
Krankheitserreger Schritt
zu halten.
In Kontroll-Evolutionsexperimenten mit nicht
zielgerichteten
(„scrambled“) Antisense-Molekülen konnten die Wissenschaftler
zeigen, dass die
beobachteten Mutationen spezifisch durch die Antisense-Aktivität
ausgelöst
wurden. Die Forscher bestätigten zudem, dass eine einzige Mutation
im Gen prfB
ausreicht, um die Resistenz zu erhöhen, und validierten damit
einen bisher
unbekannten Resistenzmechanismus.
Die Studie wurde am TWINCORE im Rahmen des
Exzellenzclusters
RESIST in Zusammenarbeit mit Kollegen am Helmholtz-Institut für
RNA-basierte
Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg durchgeführt.
A systematic identification of resistance
determinants to
antisense antibiotics suggests adaptation strategies dependent on
the delivery
peptide
Adam J. Mulkern, Thu-Hien Vu, Linda Popella, Tobias Kerrinnes,
Svetlana Ðurica-Mitić, Lars Barquist,
Jörg Vogel, Marco Galardini
bioRxiv
2024.10.29.620885;
doi:
https://doi.org/10.1101/2024.10.29.620885
Nature Communications doi: 10.1038/s41467-026-76357-y
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