MTCT
21. September 2026
TORCH-Infektion in der Schwangerschaft erhöht
Risiko für Autismus
Einige Virusinfektionen, die in der
Schwangerschaft auf das
Kind übertragen werden können, erhöhen laut einer schwedischen
Studie nicht nur
das Risiko von kognitiven Defiziten, sondern auch das Risiko für
Autismus.
Das Team analysierte die Daten von 3,7
Millionen Menschen,
die zwischen 1987 und 2021 in Schweden geboren wurden. Bei 975
war eine
angeborene TORCH-Infektion diagnostiziert worden. Die
Forschenden beobachteten
die Teilnehmenden bis zu drei Jahrzehnte lang. Bei Kindern mit
einer
angeborenen TORCH-Infektion wurde im späteren Leben etwa dreimal
häufiger
Autismus diagnostiziert. Die Wahrscheinlichkeit einer
intellektuellen
Beeinträchtigung war mehr als siebenmal höher als bei Kindern
ohne diese
Infektion. Das Risiko einer schweren bis schwersten
intellektuellen
Beeinträchtigung war bis zu 30-mal höher.
Die Forschenden schätzen, dass angeborene
TORCH-Infektionen
mit etwa 1,2 Prozent aller Fälle schwerer intellektueller
Beeinträchtigung
zusammenhängen könnten. Rund 0,034 Prozent aller Autismusfälle
in Schweden
könnten durch diese Infektionen erklärt werden. Außerdem
schätzen sie, dass
etwa eines von fünf Kindern, die mit einer TORCH-Infektion
geboren werden,
später Autismus entwickeln könnte.
Bedeutung
des Akronyms (TORCH)
- T –
Toxoplasmose
- O – Other
(z.B. Lues, HIV, Hepatitis, Parvovirus B19,
Varizella-Zoster-Virus)
- R – Röteln
- C –
Cytomegalievirus
- H –
Herpes-simplex-Virus
Sjöqvist H, Dalman
C, Mataix-Cols D, Gardner
RM, Karlsson H.
Congenital
TORCH Infections
and Neurodevelopmental Outcomes.
JAMA Pediatr.
Published online
September 21, 2026. doi:10.1001/jamapediatrics.2026.4229
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