Frauen mit Hiv im Mittelpunkt
Deutsche AIDS-StiftungFörderfonds von Deutsche AIDS-Stiftung und ViiV Healthcare

Jede fünfte Person mit HIV in Deutschland ist eine Frau. Dennoch wird die gesundheitliche und psychosoziale Versorgung von Menschen mit HIV in Deutschland noch vorwiegend männlich gedacht. Deshalb braucht es Projekte, die gezielt Frauen mit HIV stärken und unterstützen.

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat zusammen mit ViiV Healthcare einen Förderfonds für „Frauen-Projekte“ aufgesetzt. Damit reagieren die Partner auf die Situation von Frauen mit HIV in Deutschland. Diese fordern seit längerem, dass ihre Belange in der Beratungs- und Versorgungslandschaft mehr beachtet werden. Es gibt große Wissenslücken zu Frauen mit HIV. Und innovative medizinische Angebote wie langwirksame Therapien erreichen Frauen oftmals spät.

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Gutachten stützt Förderung

Gleichzeitig ist die Initiative gestützt durch Ergebnisse aus einem Gutachten zur HIV-Versorgung (https://aids-stiftung.de/wp-content/uploads/2025/08/HIV-Versorgung_Zusammenfassung_08-07- 2025.pdf). Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche AIDS-Stiftung zusammen mit der dagnä und der DAIG das Gutachten in Auftrag gegeben. Es zeigt unter anderem, dass Frauen als Zielgruppe von wirksamen, modernen Therapie- und Präventionsangeboten kaum adressiert werden. Darüber
hinaus könnten bis 2035 – so ein zentrales Ergebnis des Gutachtens – bis zu 130 spezialisierte HIV-Ärzt*innen fehlen. Insbesondere in ländlichen Regionen könnte das für Frauen problematisch werden.

Eine begleitende Befragung von knapp 700 Personen mit HIV hat gezeigt, dass Frauen mit HIV einen Verbesserungsbedarf in der Versorgung sehen: insbesondere in der Kommunikation mit ihren ärztlichen Ansprechpersonen, beim Einfühlungsvermögen in ihre Situation und beim Informationsangebot rund um die HIV-Infektion und Behandlung.

Anträge aus vielen Teilen Deutschlands

Wir freuen uns über die gute Resonanz auf unsere Ausschreibung. Sie zeigt, wie hoch der Bedarf an Formaten ist, die Frauen mit HIV stärken und gezielt informieren. (Anne von Fallois, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Deutsche AIDS-Stiftung)

Die Stiftung erreichten zum Bewerbungsschluss Ende Dezember Anträge aus Beratungsstellen von Bremen bis Passau. Sie adressieren unter anderem Frauen in ländlichen Räumen, Frauen mit migrationsbiographischem Hintergrund, Frauen, die Beratung zu Schwangerschaft und HIV brauchen. Viele Projekte richten sich zugleich auch an Akteur*innen im Gesundheitssystem.

Die geförderten Projekte starten am 1. März und haben eine Laufzeit von 12 Monaten. Den Abschluss der Initiative bildet eine gemeinsame Vernetzungs- und Awareness-Veranstaltung. Dort erhalten die geförderten Projekte die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen und Erfahrungen auszutauschen.

Unsere geplante Abschlussveranstaltung wird für Synergien und Erfahrungsaustausch sorgen. Und aufzeigen, wie die Versorgung von Frauen, die mit HIV leben, verbessert werden kann. (Inken Benthien, Senior Manager Government Affairs, ViiV Healthcare)

Frauen mit HIV sichtbar machen

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat Frauen besonders im Blick. Sie unterstützt – außerhalb des Förderprogramms – z.B. Tagungen, regelmäßige Treffen, Gruppenfahrten, Selbsthilfeprogramme für Frauen mit HIV. Von den Weihnachtshilfen der Stiftung für bedürftige Familien profitieren insbesondere alleinerziehende Frauen mit HIV.

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