Neue DGI-Sektion „Infektionsprävention“
Infektionen verhindern
Prävention rückt in der Infektionsmedizin zunehmend in den Mittelpunkt – nicht erst seit der COVID-19-Pandemie, sondern auch vor dem Hintergrund von Klimawandel, Globalisierung und veränderten und teilweise belasteten Versorgungsstrukturen. Mit der Gründung der neuen Sektion „Infektionsprävention“ trägt die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) dieser Entwicklung Rechnung und erweitert ihr Themenspektrum konsequent.
Die Sektion versteht Infektionsprävention nicht als isoliertes Aufgabenfeld, sondern als integralen Bestandteil einer modernen, umfassenden Infektionsmedizin. Ziel ist es, präventive Strategien systematisch weiterzuentwickeln, wissenschaftlich zu begleiten und sektorenübergreifend in die stationäre und ambulante Versorgung zu integrieren.
Die Sektionsleitung
Geleitet wird die neue Sektion von zwei Experten mit komplementären Perspektiven:
Prof. Christof Schenkel-Häger bringt langjährige Erfahrung in der klinischen Infektiologie und Hygiene mit. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der praxisnahen Umsetzung präventiver Strategien im stationären Bereich sowie auf der Verknüpfung von Hygiene, Infektionsprävention und Infektiologie.
Prof. Jörg Schelling ist Allgemeinmediziner mit infektiologischem Schwerpunkt und Fokus auf ambulante Versorgung, Impfprävention und Versorgungsforschung. Er steht für die konsequente Einbindung der Infektionsprävention in hausärztliche und sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen.
Gemeinsam repräsentieren sie den Anspruch der Sektion, Prävention interdisziplinär, sektorenübergreifend und praxisnah weiterzuentwickeln.
Prävention verbindet
Ein zentrales Anliegen der neuen Sektion ist die klare Positionierung der Infektionsprävention innerhalb der DGI – als Querschnittsdisziplin zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, zwischen Niederlassung, Krankenhaus und öffentlichem Gesundheitswesen. Die Sektion soll zugleich eine fachliche „Heimat“ für DGI-Mitglieder sein, die präventiv arbeiten oder an diesen Schnittstellen tätig sind.
Darüber hinaus werden Nachhaltigkeit und Planetary Health explizit als strategische Themen in der DGI verankert. Klimawandel, veränderte Vektorenverbreitung und globale Mobilität beeinflussen das Infektionsgeschehen zunehmend – Prävention muss diese Entwicklungen mitdenken.
Aktuelle Themen
Die Sektion greift sowohl klassische als auch neue Fragestellungen der Infektionsprävention auf. Dazu zählen unter anderem:
- Veränderungen von Vektoren und Infektionsmustern im Kontext des Klimawandels
- Präventive Strategien bei neu auftretenden und reemergenten Infektionen
- Nachhaltige Infektionsprävention im Gesundheitswesen
- Sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
Thematische Schwerpunkte
Inhaltlich deckt die Sektion ein breites Spektrum ab, darunter:
- Allgemeine Hygiene und Krankenhaushygiene
- Impfungen und Postexpositionsprophylaxe (PEP)
- Lebensstil, Immunität und Prävention
- Planetare Gesundheit
- Pandemiemanagement
- Reisemedizin, Reiseimpfungen und Rückkehrermedizin
Ziel ist es, evidenzbasierte Prävention entlang der gesamten Versorgungskette abzubilden – von der individuellen Beratung bis zu populationsbezogenen Strategien.
Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer
Die Sektion „Infektionsprävention“ setzt auf aktive Beteiligung und offenen Austausch. Geplant sind u.a.:
- Wissenschaftliche Zusammenkünfte und Mitgliederversammlungen mit Abfrage weiterer Themen und Interessen
- Beiträge für den DGI-Newsletter sowie sektionsspezifische Formate
- Podcasts oder Beteiligung an bestehenden Podcast-Angeboten
- Aufbereitung relevanter Studien, Leitlinien und Empfehlungen
- Aktive Mitgestaltung des KIT und der DGI-Jahrestagung
- Beteiligung an DGI-Veranstaltungen wie Infektiologie-School oder ABS-Kursen
Ein besonderer Fokus liegt auf Fortbildungsangeboten, die ambulant und stationär tätige Infektiologinnen und Infektiologen sowie weitere Versorgende (wie interessierte und motivierte Primärversorgerinnen und -versorger) auf Augenhöhe zusammenbringen und den Austausch an den Versorgungsschnittstellen fördern.
Einladung zur Mitarbeit
Die Sektion „Infektionsprävention“ richtet sich an alle DGI-Mitglieder, die Prävention als zentrale Zukunftsaufgabe der Infektionsmedizin verstehen. Ziel ist es, gemeinsam neue Impulse zu setzen, bestehende Konzepte weiterzuentwickeln und Infektionsprävention als festen Bestandteil der infektiologischen Versorgung zu etablieren.
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