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Deutsche AIDS-Stiftung vergibt Stipendien

Beim Studieren ­entlastet, gefördert von der Deutschen AIDS-Stiftung
Beim Studieren ­entlastet, gefördert von der Deutschen AIDS-Stiftung© iStock

HIV bleibt ein wichtiges Forschungsfeld. Längst sind nicht alle wissenschaftlichen Fragen gestellt oder gar gelöst. Es braucht weiter Forschende, die sich dem Themenfeld HIV und den Herausforderungen, die es heute und in der Zukunft geben wird, widmen. Die Deutsche AIDS-Stiftung erleichtert Studierenden, die am Forschungsfeld HIV interessiert sind, das Studium.

Dazu vergibt sie Stipendien, die in der Endphase finanziell entlasten. Zum Beispiel bei den Kosten für den Druck der Abschluss-Arbeit, für die Entwicklung von Forschungsdesigns, für Fragebögen oder Transkriptionsdienste oder für den Lebensunterhalt. Der Fach­beirat, das Experten-Gremium der Stiftung, ist an der Entscheidung über die Stipendienvergabe beteiligt. Die Stiftung will damit einen Beitrag leisten zu mehr Wissen, aber auch zu Sicherung des Nachwuchses in der HIV-Medizin oder der psycho-sozialen Versorgung von Menschen mit HIV.

Neuer Bewerbungsmodus

Um möglichst vielen Studierenden den Zugang zu einem Stiftungsstipendium zu ermöglich, gibt es seit diesem Jahr zum Sommer- und zum Wintersemester ein Bewerbungsfenster.

Das Stipendium gilt für Bachelor-, Masterthesen, Dissertationen und ­Habilitationen. Die Qualifikationsarbeit sollte zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht begonnen worden sein. ­Jedenfalls darf sie noch nicht eingereicht worden sein. Die Förderung beträgt maximal 6.000 Euro und muss nicht zurückgezahlt werden.

Spannende Themen

Beispiele für interessante Themen im Kontext mit HIV aus Sicht der Stiftung sind aktuell zum Beispiel Pflege & Alter, Prävention, soziodemografische Einflüsse auf die (medizinische) HIV-Versorgung, Zugang zum (deutschen) Gesundheitssystem, Geschichte des Kampfs gegen HIV / Rolle der Zivil­gesellschaft.

Zwei Beispiele: Jüngst haben sich ein Stipendiat und eine Stipendiatin in ihren Abschlussarbeiten mit dem Themenfeld „HIV und Alter“ auseinandergesetzt. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten liefern der Deutschen AIDS-Stiftung wichtige Impulse für das eigene ­Handeln.

Udo Scheinpflug fokussierte in seiner Masterarbeit zu „HIV und Alter(n) in Deutschland. Eine qualitative Studie zum Leben mit HIV im Alter und den Implikationen für die Aidshilfearbeit.“ auf die Lebenswelt von älteren Menschen mit HIV, insbesondere auf Herausforderungen und Hürden, die sich im Alltag ergeben. Außerdem beleuchtete er die Rolle der Aidshilfen für ­ältere Menschen mit HIV.

Sabrina Stiebritz beschäftigte sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit „HIV-Auf­klärung von Pflegepersonal in der stationären Langzeitpflege: Eine Bestandsaufnahme“. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung förderten große Unsicherheiten, wenig Wissen zu HIV und Hinweise auf Diskriminierungspotential zu Tage. Die Stipendiatin entwickelte daraus ein Fortbildungs-Paket für die Pflegepraxis.

Stipendium für Abschlussarbeiten zu HIV/Aids/STI

Bewerbungsfrist für Wintersemester 2026/27: 31. Juli 2026

Infos: www.aids-stiftung.de/foerderung-beantragen/studienfoerderung/

Einreichung bevorzugt per E-Mail an:stipendium@aids-stiftung.de


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