MASLD

01. November 2026

Nicht-invasive Diagnostik

Zwei große internationale Studien liefern die bislang stärksten Belege dafür, welche nicht-invasiven Tests die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) und ihre schwerere Form, die MASH, zuverlässig diagnostizieren und ihren Schweregrad bestimmen können. Dadurch lässt sich die Abhängigkeit von Leberbiopsien verringern.

Die LITMUS-Hauptstudie untersuchte Bluttests und ultraschallbasierte Messungen der Lebersteifigkeit bei mehr als 1.500 Patienten und ist damit die größte internationale Studie dieser Art. Die begleitende LITMUS-Bildgebungsstudie untersuchte fortschrittliche MRT- und Elastografieverfahren bei mehr als 350 Patienten.

Die Ergebnisse unterstützen einen vereinfachten diagnostischen Ablauf, der nach weiterer Validierung in verschiedenen Gesundheitssystemen eingesetzt werden könnte: zunächst Gamma-GT als Screeningtest, anschließend ELF oder FibroScan bei Patienten, die eine weiterführende Abklärung benötigen. Fortschrittliche bildgebende Verfahren bleiben der spezialisierten Versorgung vorbehalten.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studien sind:

  • Bei fortgeschrittener Leberfibrose und Zirrhose erzielten das SOMAScan-Proteomikpanel, die MR-Elastografie (MRE) und FibroScan-basierte Elastografieverfahren einschließlich des Agile-3+-Scores die höchste diagnostische Genauigkeit.
  • Auch die Bluttests ELF und ADAPT übertrafen die vorab festgelegten Leistungsschwellen zur Erkennung einer Zirrhose.
  • Zur Identifizierung einer „MASH mit erhöhtem Risiko“ – der Zielgruppe der meisten klinischen Studien – erreichte nur das SOMAScan-Panel die vorab festgelegte Genauigkeitsschwelle.
  • Ein einfacher und kostengünstiger Gamma-GT-Bluttest war dem weit verbreiteten FIB-4-Score als Instrument zur Erstbeurteilung überlegen. In der Routineversorgung könnten anschließend FibroScan oder der ELF-Test eingesetzt werden, um den Schweregrad der Erkrankung zu bestätigen.



DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • HIV-Leitlinien

    01. November 2026: Update 2025: Die Neuerungen weiter

  • dagnä-Workshop 2026

    01. November 2026: HIV: Langfristiger Therapieerfolg weiter

  • HIV-Forschung

    01. November 2026: Meilensteine der HIV-Behandlung weiter

  • Antibiotika

    01. November 2026: Jeder vierte Amerikaner übertreibt, um Antibiotikum zu bekommen weiter

  • Newsletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • MASLD

    01. November 2026: Nicht-invasive Diagnostik weiter

  • Zoologie

    27. Oktober 2026: Wie schlafen Spinnen? weiter

  • HIV-Heilung

    26. Oktober 2026: Charite eröffnet Zentrum „BeCURE“ weiter

  • Vogelgrippe

    26. Oktober 2026: STIKO empfiehlt Impfung für Personen mit hohem Kontaktrisiko weiter

  • HIV-Infektion

    26. Oktober 2026: Defekte HIV-Proviren können Langzeit-Persistenz fördern weiter

  • Herpes

    25. Oktober 2026: Pritelivir (Hovilpri®) in USA zugelassen weiter

  • S. aureus

    25. Oktober 2026: ESCMID und ISAC schlagen neue Nomenklatur für MRSA vor weiter

  • Shamonda-Virus

    24. Oktober 2026: Erstmals ein Mensch infiziert weiter

  • Hepatitis B

    22. Oktober 2026: Bepirovirsen (Hibsago®) in USA zugelassen weiter

  • Antiretrovirale Therapie

    22. Oktober 2026: Erste Erfahrungen mit LEN/CAB-LA weiter

  • HIV-Infektion

    18. Oktober 2026: Blips sind häufiger unter Proteasehemmern weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Webseite bietet Informationen rund um das Thema Infektionen, Infektionskrankheiten, bakterielle Infektionen, virale Infektionen, Antibiotika, Virostatika, Infektionsschutz und Impfungen. Die aktuellen Informationen aus Medizin und Industrie richten sich an Infektiologinnen und Infektiologen, an Ärztinnen und Ärzte mit Interesse an Infektiologie.