PrEP
11. September 2025
Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und
HIV-Medizin (dagnä e. V.) hat im Frühjahr 2025 erneut eine Befragung zur PrEP-Versorgung in HIV-Schwerpunktzentren durchgeführt. Diese Befragung deckt das dritte und vierte Quartal 2024 ab und erfasst u. a. die Anzahl der Personen in der HIV-Schwerpunktversorgung sowie die Einschätzung der Zentren zu der antibiotischen Postexpositionsprophylaxe mit Doxycyclin (Doxy-PEP) zur Verringerung des Risikos von sexuell übertragbaren Infektionen.
Kernaussagen der Befragung
- Die Gesamtzahl der PrEP-Nutzenden im dritten und vierten Quartal 2024 wurde mit 14.905 bzw. 14.892 angegeben.
- Jeweils 25.052 bzw. 25.142 Menschen mit HIV wurden im dritten und viertem Quartal 2024 in den Zentren versorgt.
- Im zweiten Halbjahr 2024 wurden insgesamt vier HIV-Neuinfektionen zeitlich nach PrEP-Einleitung berichtet. Drei der vier HIV-Infektionen fanden in einem Zeitraum ohne sichere PrEP-Einnahme statt.
- Der PrEP-Einnahmemodus im zweiten Halbjahr 2024 war bei 65 % täglich, bei 26 % anlassbezogen (on demand) und bei 9 % wechselnd/intermittierend. Damit ist der Anteil der anlassbezogenen Einnahmen im Vergleich zu Vorbefragungen etwas angestiegen.
- Die Doxy-PEP wird weiterhin kritisch gesehen, findet aber zusehends mehr Anwendung.
Epidemiologisches Bulletin 37/2025








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