„Personalisierter Cocktail“ hilft bei postinfektiösem Reizdarm

29.04.2024

Ein „personalisierter“ Cocktail aus Antibiotika, Probiotika und Prebiotika wurde bei 13 Patienten mit post-infektiösem Reizdarmsyndrom geprüft. 9/13 der Teilnehmer hatten Durchfälle, 4/13 Obstipation. 9/13 klagten über Meteorismus und 10/10 über  Bauchschmerzen.

Das Mikrobiom in Darm und Stuhl war deutlich verändert: 23% (3/13) hatten eine reduzierte Bakteriendiversität, 23% (3/13) eine hohe Konzentration von Proteobacteria, die einen pro-inflammatoschen Effekt haben. 61.5% (8/13) hatten weniger von den protektiv wirkenden Bakterie Akkermansia (61,5% bzw. 8/13)  und Bifidobacterium (69% bzw. 9/13). 38.5% (5/13) hatten wenig Firmicutes und 54% (7/13) weniger von den protektiven Bakterien, die kurzkettige Fettsäuren bilden.

Auf Basis des individuellen Befundes wurde eine personalisierte Therapie zusammen gestellt, bestehend aus kurzen Gaben von Rifaximin (9/13, 69% ) oder Paromomycin (4/13, 31%) gefolgt von Präbiotika (Inulin und Psyllium (9/13; 69%) und Postbiotika (Bifidobacterium (5/13;38.5%),  Lactobacillus (7/13; 54%), Escherichia coli Nissle 1917 (2/13; 15%) sowie Multi-Species-basiert (5/13; 38.5%).

12 Wochen nach Therapiebeginn verspürten 93% (12/13) der Behandelten eine Verbesserung der Beschwerden und 38.5% (5/13) waren total beschwerdefrei.



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