Ausgabe 2 - Juni 2026
EDITORIAL
Editorial - 2 / 2026
Mycoplasma genitalium – ein relevantes Problem? » Die Integrase-Falle » Neue STI: Dermatophilose » Digitale HIV-Versorgung » 
KONGRESS
Escmid Global München 17.-21. April 2026
Viel Fortbildung mit einer Prise neue Daten
Der ESCMID ist schon längst kein „Mikrobiologen-Kongress“ mehr. Die Tagung ist das größte Treffen aller an der Infektiologie beteiligten Fachgruppen. Hier findet jeder, was er sucht, von Standard bis Innovation, von öffentlicher Gesundheit bis klinische Falldiskussion, von Lernen bis Unterhaltung.
AKTUELL
Dermatophilus Congolensis
Dermatophilose bei MSM
Seit Jahresbeginn wurden in Berlin und anderen europäischen Großstädten vermehrt Fälle dieser seltenen bakteriellen Hautinfektion beobachtet. 
Phagentherapie
Neue Option in Frankfurt
Die antibakterielle Behandlung mit Phagen ist Neuland in Deutschland.
Eine neue deutsche Leitlinie erleichtert den Einsatz. 
FORTBILDUNG
Bernd Salzberger, Regensburg
Aktualisierte Leitlinie Neuroborreliose
Die neue Leitlinie gibt klare Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie der Neuroborreliose sowie des postinfektiösen chronischen Syndroms. 
Volker Fingerle und Andreas Sing, Oberschleißheim
Borreliose – Ist eine 1-Dosis-Doxycyclin-Prophylaxe nach Zeckenstich sinnvoll?
In den USA wird die DoxyPEP gegen Borreliose empfohlen. Deutsche Experten ebenso wie das RKI unterstützen diese Empfehlung nicht. 
Roger Dumke, Dresden
Resistenz bei Mycoplasma genitalium Situation und Testung
Trotz begrenzter epidemiologischer Bedeutung ist M. genitalium eine Herausforderung in der klinischen Praxis. Die Ursache liegt in einer schnellen Ausbreitung von Resistenzen gegenüber den vorrangig empfohlenen Antibiotika. Die Behandlung der Infektionen wird zunehmend kompliziert.
Tobias Glaunsinger, Berlin
Mycoplasma genitalium-Resistenz
Im zeitlichen Verlauf findet sich eine deutliche Zunahme der Makrolid- und Chinolon-resistenten Stämme – insbesondere bei MSM. 
Interview mit Dr. Katja Schneider und Dr. Benjamin Schleenvoigt, Jena
Plädoyer für Resistenztestung
Neuere Daten zeigen klar: Mycoplasma genitalium wird zunehmend resistent gegen die empfohlenen Antibiotika. Wie man damit umgeht, ist dagegen weniger klar. 
FORTBILDUNG
Florian Voit und Christoph Spinner, München
HIV-Versorgung virtuell:
Chancen, Grenzen und Perspektiven
Virtuelle Versorgung wird die HIV-Medizin sehr wahrscheinlich nicht ersetzen. Sie kann aber helfen, bestehende Strukturen sinnvoll zu erweitern – insbesondere dort, wo der Bedarf hoch ist und Zugangsbarrieren bestehen.
Prep Surveillance
MIOs für PrEP
Die Nutzung der PrEP wird seit ihrer Einführung als Kassenleistung vom Robert Koch-Institut (RKI) wissenschaftlich begleitet. 
MITTEILUNGEN
Forschung zu HIV Fördern
Deutsche AIDS-Stiftung vergibt Stipendien
HIV bleibt ein wichtiges Forschungsfeld. Längst sind nicht alle wissenschaftlichen Fragen gestellt oder gar gelöst.
Interview mit Prof. Gerd Fätkenheuer, Köln
Infektiologie immer noch ohne Vergütung
Die DGI hat sehr um die Leistungsgruppe Infektiologie gekämpft, leider ohne Erfolg. Was waren die Gründe? 
Neue Substitionsleitlinie
Stärkere Einbindung von Patient*innen für mehr Versorgungsqualität
Fast drei Jahre wurde an der Leitlinie „Opiodbezogene Störungen“ gearbeitet. Dirk Schäffer, Drogenreferent der Deutschen Aidshilfe, hat daran mitgewirkt und erläutert Ziele und Neuerungen.
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Positive Begegnungen 2026
Europas größte Selbsthilfe-Konferenz zum Leben mit HIV findet vom 13. bis 16. August 2026 in Magdeburg statt. 
SPEZIAL
Interview mit Tim Umland, Pharmazeut Aus Hamburg
Wechselwirkungen in der HIV-Therapie: Bedeutung eines geringen Interaktionspotenzials
Menschen mit HIV (engl. People With HIV, PWH) haben heute dank moderner antiretroviraler Therapien (ARTs) eine nahezu normale Lebenserwartung.
Mögliche Risiken für den Erfolg einer ART
Sowohl (Medikamenten-)Wechselwirkungen als auch Non-Adhärenz können den Erfolg einer ART gefährden.
Croi 2026
Neue Daten zu Vocabria®, Rekambys® und Dovato®
Auch auf der diesjährigen CROI gab es wieder spannende neue Daten zur langwirksamen (Longacting; LA) Injektionstherapie
mit Cabotegravir (CAB; Vocabria®) und Rilpivirin (RPV; Rekambys®) sowie dem oralen Two-Drug Regime (2DR) Dolutegravir/
Lamivudin (DTG/3TC; Dovato®).
KOMMENTAR
Christian Hoffmann, Hamburg
Die Integrase-Falle
Dolutegravir (DOL) und Bictegravir (BIC) haben die HIV-Therapie leise revolutioniert: robust, nahezu resistenzunabhängig wirksam, mit einer Resistenzbarriere, die auch ungünstigsten Bedingungen standhält. 
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